Kartanin 11 und 12 – und abschließende Worte zur Miniserie

Da sind sie also, die beiden Abschlussbände zur „Kartanin“-Miniserie. Band 11 erscheint heute, der letzte Roman dann in zwei Wochen. Marc A. Herren und ich haben die Texte jeweils gemeinsam geschrieben. Warum auf den Covern einmal Marcs und einmal mein Name zuerst genannt wird, ist leicht erklärt: Es sollten keine Ungleichheiten auftreten, also wurde diese Angelegenheit paritätisch gelöst.

Die Aufteilung in zwei Ebenen hat sich rasch ergeben, diese Teilung hatte ich bereits in den Expos so angelegt. Das ist immer ein bissl eine Trickserie; einmal hätte ein Autor gerne ein bissl mehr Raum zur Verfügung, ein anderes Mal ist er der Meinung, dass er mit den Expo-Angaben nur die Hälfte des ihm zustehenden Raumes füllen kann. Aber letztlich geht sich’s immer recht gut aus, wobei Marc in Band 11 und ich in Band 12 ein klein bissl mehr Inhalt abgegeben hat/hab.

Um ein paar Worte zur Zusammenarbeit mit Marc A. Herren zu verlieren: Wir beide verstehen uns privat sehr gut und wir kommen im Team auch sehr gut miteinander aus. Aber die Herangehensweise beim Schreiben ist dann doch recht unterschiedlich. Aus den Vorgaben, die ich Marc zum Beispiel für Band 11 gegeben habe, wäre bei mir etwas gänzlich Anderes rausgekommen. Aber das ist ja grad das Schöne bei Teamarbeit, keine Stimme ist wie die andere.

Ich werde den Teufel tun und an dieser Stelle etwas über den Inhalt der beiden Abschlussbände zu verraten. Ganz allgemein gesprochen hatte ich ab etwa Band 5 der Miniserie einen Plan, wie ich die Miniserie beenden wollte. (Davor gab es nur sehr vage Gedanken, von denen letztlich nicht viel übriggeblieben ist.) Natürlich wollte ich ein paar neue Elemente (z.B. Stayn, ein gewisses übergeordnetes Wesen) mit Altbekanntem (z.B. Haluter, Suyemi Taeb) vermengen. Auch war das Ziel, das Wissen über die kartanische Kultur ein klein wenig zu vertiefen und ältere Stereotypen zu vermeiden. Das ist nicht ganz gelungen, zugegebenermaßen, denn auch in meinen Skripten haben die Feliden immer wieder mal gefaucht. Was ich eigentlich vermeiden wollte.
Aber es ist nun mal immer wieder ein Kampf zwischen dem, was kanonisch in der Erstauflage ausgesagt wird und dem, was man einer Geschichte neu hinzufügen möchte, ohne dem Leser das Gefühl zu geben, etwas völlig Neues zu liefern.

Um ein ganz persönliches Resümee zu ziehen: Mir hat die Arbeit an der Miniserie oftmals riesigen Spaß gemacht, manchmal war ich auch schwer frustriert und überfordert. Ich muss ganz klar sagen, dass mir Marc A. Herren und in geringerem Ausmaß auch Stefan Pannor (bei Band 2) den Hintern gerettet haben. Ohne die beiden hätte ich die Miniserie nicht über die Ziellinie tragen können. Auch von Klaus N. Frick hab ich immer wieder mal wichtige Hilfestellungen bekommen, sei es, weil er mir redaktionelle Hinweise geben konnte, weil er mit mir über Schwächen und Stärkern des Autorenteams gesprochen hat oder weil er mir auch mal Feuer unter dem Arsch gemacht hat.
Ganz ehrlich: Ich bin stolz auf die Serie. Klar sind Fehler passiert, auch zwei oder drei so richtig große Hacker. Das passiert. Was aber für mich stets im Vordergrund gestanden ist, war, dass Leser und Leserinnen Spaß hatten und den Figuren gerne auf ihrer Reise durch zwei Galaxien begleitet haben. Ich hab auch ein paar Ideen einbauen können, die das Perryversum als solches ein wenig verbreitern. Was ja bei den Miniserien sonst nicht der Fall ist.

Es ist jetzt schon wieder einige Wochen her, dass ich die Arbeit an der Miniserie abgeschlossen habe. Ich war unmittelbar danach nicht oder kaum zu gebrauchen. Wie ich an anderer Stelle schon mal gesagt habe, war es mir danach wichtig, mal Abstand zu PERRY RHODAN zu gewinnen. Und so sehr ich die Serie auch liebe – das war eine sehr, sehr gute Entscheidung.

Euch Lesern wünsche ich aber viel Spaß mit den letzten beiden Kartanin-Bänden. Ich hoffe, dass ich euch spannende und angenehme Stunden damit bereiten kann. Über Feedback auf den SM-Kanälen oder auch hier auf meiner Homepage freue ich mich.

Die Bilder sind © Pabel-Moewig Verlag KG.

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