Einige Worte zu … PERRY RHODAN 3294

Nun, das wird diesmal ein sehr persönlicher Text. Dazu ein bißl später mehr.

PERRY RHODAN 3294 ist also der Abschluss eines Dreiteilers, der mit einem Roman von Uschi Zietsch vulgo Susan Schwartz losgegangen ist. Zentrale Figur in diesen Texten ist die Schöne Grush, für die mir Uschi eine wunderbare Vorlage geliefert hat. Da ich ein großer Fan von Tipa Riordan bin (erinnert sich noch jemand an das alte Mädchen?), habe ich bei der Charakterisierung einige Anleihen bei ihr genommen und Grush als griesgrämig, misstrauisch, hinterhältig und auch beinhart beschrieben. Aber immer hatte ich dabei Uschis Beschreibungen im Hinterkopf.
Ich verrate jetzt ein kleines Geheimnis: Ich hatte völlig freie Hand dabei, was am Ende des Dreiteilers mit Eudora Grush geschehen sollte. Ich hoffe, dass euch meine Lösung gefällt. Und dazu kommt noch ein Geständnis: Gegen Ende von Band 3294 wollte ich mich auf Perry Rhodan und seine Begegnung mit einem seiner Weggefährten konzentrieren, also ist die Schöne Grush ein wenig in den Hintergrund gerückt. Kritisch gesagt: Vielleicht hätte ich das ein bissl eleganter lösen können.

Nun also ein paar private Worte: Ich hatte seit einigen Monaten die Diagnose Prostata-Krebs, sie war im Gefolge einer Gesundheitsuntersuchung gestellt worden. Es gibt so eine Art Abstufung und mein Krebs gehörte zu dem am wenigsten hässlichen, aber natürlich musste er raus. Ich habe deshalb meine Motorradtour, die unter dem Titel „Alte Eisen auf Reisen“ firmiert und die seit über drei Jahren läuft, für eine Weile unterbrochen.
Ich möchte euch nicht mit den Details zur Operation langweilen. Jedenfalls habe ich einen Teil des Textes des PERRY RHODAN-Romans 3294 im Spital geschrieben. Das war dann doch ein wenig sonderbar, denn ich hatte Schmerzmittel intus. Irgendwelche Opioide, die das Denken verlangsamt haben und dösig machten. Aber damit musste ich zurechtkommen, denn der Abgabetermin fürs PERRY-Manuskript war denkbar knapp.
Also bin ich am zweiten Tag nach der Operation im Aufenthaltsraum meines Zimmertraktes gesessen. In der Nacht, wenn es still geworden ist. Neben mir ist der Katheter gebaumelt und ich habe mich mit Perrys Abenteuern 500 Jahre in der Zukunft herumgeschlagen. Das ist eine Erfahrung, die ich nicht unbedingt öfters brauche. Womöglich hat sich meine leichte Benommenheit auf die Qualität des Textes niedergeschlagen. Sollte das so sein, bitte ich um Entschuldigung. Aber so ist das Leben, es geht nicht immer nur alles geradeaus …

Bevor sich jemand fragt, wie’s mir denn jetzt geht: sehr gut. Der Krebs ist weg, ich muss bloß mehrmals im Jahr zur Kontrolle gehen. Ein geringes Opfer im Vergleich zu dem, was unweigerlich passiert wäre, wenn ich keine Vorsorgeuntersuchung gemacht hätte: Schmerzen, Krankheit und deutlich größere Probleme beim Kampf gegen den Krebs.

Mein nächtlicher Arbeitsplatz für eine Woche im Spital.

7 Kommentare Gib deinen ab

  1. Avatar von Horst Lazak Horst Lazak sagt:

    Hallo Michael, ich hatte das gleiche Problem. Durch Zufall bei einer anderen Untersuchung entdeckt, schnelle Entscheidung raus mit der Prostata. 2 Wochen Krankenhaus und 5 Wochen Reha. Das ist jetzt 6 Jahre her und alles ist gut.

    Ich lasse mich mit 3294 überraschen, wird so schlimm nicht werde : )

    Alles Gute für Dich.

    1. Avatar von mmthurner mmthurner sagt:

      Servus Horst,

      freut mich, daß das bei Dir auch so gut gelaufen ist. Es ist wirklich schön, solche „Erfolgsmeldungen“ zu hören.

      Schöne Grüße, danke

      Michael

  2. Avatar von Maccabros Maccabros sagt:

    Gute Besserung und Ad Astra…

  3. Avatar von dv dv sagt:

    Alles Gute und Gottes Segen für dein weiteres Leben.

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